Montag, 3. April 2017

Mein fünftes Jahr ohne Fernsehen

Ich habe eigentlich immer sehr gerne ferngesehen und eigentlich auch immer sehr viel. Meine Kindheit und Jugend habe ich durchgehend damit verbracht mehrere Stunden am Tag irgendwelche Sendungen zu konsumieren. Meist abends und meist Reportagen. Es kam auch auch schon mal vor, dass ich einen regelrechten Arbeitstag vor dem Fernseher hatte, in welchem ich platt und bräsig die Nachmittagssendungen abgearbeitet habe. In meiner Abizeit habe ich auch immer Mittags fern geschaut, daran erinnere ich mich noch gut. Generell hatte ich nie was gegen das Fernsehen. Hätte mir jemand gesagt, dass ich es mal nicht haben werden, nicht vermissen werde und nicht mehr mögen werde, das hätte ich sicher nicht geglaubt.

Wie es dazu kam das ich kein TV mehr hatte. Ich bin zum Studium weg gegangen von meiner Heimatstadt und habe nur ein sehr kleines Gerät mit genommen. Hier fing ich schon an mich etwas vom Ritual des abendlichen Konsum zu lösen, allerdings ganz ohne Anspruch das auch zu tun. In der WG war immer was los und so habe ich die Abende dann vor dem Kamin und nicht vor dem Gerät verbracht. So ergab sich langsam eine Lösung von der Konditionierung -Jeden Abend Fernsehen

Es kam dann der Tag, an welchem mein Freund der TV Kasten kaputt ging. Und zunächst fiel mir das wirklich schwer. Doch heute vermisse ich nicht eine einzige Sendung.
Wie ich es heute mache
Heute verwende ich viel Zeit auf Gaming. Das kann man gut finden, kann man auch Scheiße finden, ist mir egal was Ihr darüber denkt. Ich mag Spiele, ich mag es aktiv meine Zeit zu verbringen. Sicher, es wird immer Leute geben die meinen, dass ich in der Zeit lieber Bäume streicheln sollte. Mache ich aber nicht.  Gaming ist mein Hobby, meine Leidenschaft und ich finde es 1000 Mal besser als Fernsehen.

Heute habe ich zu Hause 1 Handy. DAS  ist Kommunikation und Fernseher zu gleich. Im Büro habe ich einen Laptop zum Spielen, an diesem ist der Fernseher angeschlossen, den meine Eltern mir geschenkt haben. Wenn ich mein neues Handy habe ( "neu") dann werde ich mein altes Iphone als TV Ersatz verwenden und es dazu nehmen, um darauf noch mal Sendungen zu schauen oder zu surfen.

Außerdem habe ich einen Rechner. Meine Zockerleidenschaft lasse ich bewusst im Büro und wenn zu Hause bin schaue ich auf dem Handy noch was. Meist schaue ich mir Videos an, die ich mir selbst aussuchen kann, höre Musik und lese noch was. Auch das kann ich auf meinem Handy. So hat sich mein Technik Bestand ganz von alleine Minimalisiert und ich habe von 3 Fernsehern ( einen bei Oma, einen in der WG und einen zu Hause ) noch 1 im Büro als Bildschirm. Fernsehprogramm konsumiere ich aber nicht. 

Warum Gaming besser als Fernsehen ist:

Wenn ich spiele, dann mache ich das mit Mitspielern. Mit diesen bin ich via verschiedener Tools verbunden. Zum Einen über den Ingame Chat, zum anderen über Teamspeak. Ich REDE mit Leuten, tausche mich aus und das über so viel mehr als nur über das aktuelle Spiel. Sie kommen von überall her, sind oft jung, meist unter 18 und es ergeben sich interessante Gespräche. Von jedem einzelnen Mitspieler habe ich bereits mehr gelernt als von allen Fernsehsendungen zusammen. 
Ich strenge mich an. Beim Computerspielen benötige ich Konzentration, Kommunikation, Reaktion und vieles mehr. Beim Fernsehen konsumiere ich nur. 


Technik Overload

Ist es minimalistisch zwei Computer zu haben? Ganz sicher nicht. Aber dennoch müssen wir halt nun mal im Büro die Lage haben, dass wir zum Einen immer erreichbar sind und zum Anderen noch die Möglichkeit zum Spielen haben. Liefe alles über ein Gerät, das wäre nicht so praktisch. Entweder würde ich dann viele Sachen nicht mit bekommen oder ich könnte nicht zocken.



Bildquelle 
Pixabay

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